Geschichte Orgel Wittnau

 
Die Martin-Orgel in Mariä Himmelfahrt zu Wittnau
Seit 1861 steht die um 1805/06 von dem Waldkircher Orgelbauer Mathias Martin (1765 – 1825) erbaute Orgel auf der Empore der Wittnauer Kirche.
Die Orgel wurde 1805/1806 ursprünglich für die Kirche von Gütenbach gebaut. Dabei integrierte Martin zwei aus dem Jahr 1775 stammende Register eines älteren Instruments aus Triberg in sein Werk für Gütenbach.
Da die Gemeinde Gütenbach sich eine neue Orgel für ihre neue Kirche bauen ließ, übernahm die Gemeinde Wittnau die alte Orgel. Orgelbauer Eduard Stadtmüller aus Hugstetten transferierte die Orgel 1861 nach Wittnau und erweiterte die Pedallade um drei Töne und ein zusätzliches Register.
1971 wurde die Orgel von der Endinger Firma Fischer & Krämer restauriert, wobei etwa ein Drittel des Pfeifenmaterials erneuert werden musste. Sie wurde zuletzt im Jahr 1989 im Zuge der Innenrenovierung gereinigt.
Somit vereinigt das einmanualige Werk mit seinen 11 Registern Bestandteile aus vier historischen Schichten und überrascht dennoch durch seinen geschlossenen Klang, der sich bestens für die Darstellung süddeutscher und italienischer Orgelmusik des Barock eignet. Sie gehört zu den ältesten Denkmalorgeln innerhalb des Stadtdekanates Freiburg.

Quelle: Pfarrgemeinde Wittnau

 

Disposition der Orgel
Manual (C – d’’’)
Principal 4’- Prospekt 1971 / Innenpfeifen alt (Martin)
Bourdon 8'- alt (Triberg)
Flauttravers 8' ab f - 1971
Flöte 4' - 12 Pfeifen alt (Triberg)/Rest 1971  
Octav 2' - 1971
Larigot 1 1/3' - 1971
Siflet 1' - Wenige alt (Martin) Rest 1971
Mixtur 3–f  1' - 1971

Pedal (C – f°)
Subbaß 16'- alt (Stadtmüller)
Octavbaß 8'- alt (Martin)
Trompetbaß 8' - 1971
Tremulant
Die Manual-Register sind an das Pedal gekoppelt.