Nachhaltigkeit im Bereich St. Georgen-Hexental

 
Im Glauben an die Liebe Gottes, des Schöpfers, erkennen wir dankbar das Geschenk der Schöpfung, den Wert und die Schönheit der Natur.
Gemeinsam wollen wir uns für nachhaltige Lebensbedingungen für die gesamte Schöpfung einsetzen.
 

Wir glauben, dass wir diese Erde und unser Leben dem Wirken Gottes verdanken.
Wir verstehen Schöpfungsverantwortung als eine Kernaufgabe der Kirchen. Den Schöpfungsauftrag, die Erde zu bebauen und zu bewahren, nehmen wir ernst. Deshalb betrachten wir den Schutz der Natur und der Umwelt als eine wichtige Aufgabe, die alle Bereiche kirchlichen Handelns berührt.

Das erfordert, dass wir mit den natürlichen Lebensgrundlagen sorgsam und gerecht umgehen, so dass weltweit auch künftige Generationen die Fülle genießen können, die Gott uns geschenkt hat.

Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung sind Leitlinien unseres Handelns.
Daher wollen wir, die Seelsorgeeinheit St. Georgen – Hexental, nachhaltig handeln. Nachhaltigkeit ist für uns ein Handlungsprinzip, das sich in unserem täglichen Handeln ausdrückt und in unseren Gemeinden aktiv gestaltet und gelebt wird.

Wir streben an, bei unserem Handeln und Wirtschaften ökologische, soziale und ökonomische Belastungen zu vermeiden – lokal und global. Die rechtlichen Vorgaben verstehen wir als Mindestanforderungen. Darüber hinaus wollen wir in Verantwortung für die nachfolgenden Generationen und die Schwachen in der Welt die Verträglichkeit und Nachhaltigkeit unseres Handelns und Wirtschaftens stetig verbessern.

Dazu wollen wir bei baulichen Maßnahmen und bei der Beschaffung sorgfältig und sparsam umgehen mit Rohstoffen und Energie. Wir bevorzugen den Einsatz erneuerbarer Energien sowie regionaler und fair gehandelter Produkte. Wir achten auf umwelt- und sozialverträgliche Produktion und möglichst kurze Transportwege bei unseren Lieferanten.
 
Wir orientieren uns dabei an vier Handlungsfeldern.
1. Umweltmanagement/Klimaschutz
2. Eine-Welt-Aktion
3. Ökofaire Beschaffung
4. Nachhaltigkeit als spirituelles Thema
 
In Leuchtturmprojekten setzen wir Nachhaltigkeit konkret um.
Im Bereich der ehemaligen Seelsorgeeinheit handeln wir in vielen Themenfeldern schon heute nachhaltig. Das ist gut so. Mit Leuchtturmprojekten wollen wir darüber hinaus auf das Thema Nachhaltigkeit aufmerksam machen. Unsere Leuchtturmprojekte haben Projektcharakter (mit Ziel, Zeit und Ressourcen) und werden evaluiert.
Sie überfordern nicht, sind sinnhaft und motivierend und dienen als Vorbild für weitere Initiativen in unseren Gemeinden und kirchlichen Gruppierungen.
Zu jedem Handlungsfeld haben wir daher ein Leuchtturmprojekt formuliert.
 
Hier stehen alle Dokumente zum Nachlesen und download bereit:
  

26.11.2019 08:46

25.11.2019 17:18

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Umweltpreis der Erzdiözese

Im Jahr 1998 installierte die Pfarrgemeinde St. Peter und Paul als erste Pfarrei der Erzdiözese eine Solaranlage mit 24 kWp auf dem Kirchendach. Sie erhielt dafür bei der Vergabe des Umweltpreises der Erzdiözese den 2. Preis.
Mit den Erlösen der Solaranlage wird die Partnergemeinde San Gabriel in Peru unterstützt.
Wir helfen bei der Finanzierung der Volksküche und bezahlen Schulgeld für peruanische Kinder. Außerdem wird das Geld verwendet, um Darlehen für verschiedene Energiesparmaßnahmen abzubezahlen.


Pfarrei St. Gallus/Merzhausen

Auch die Pfarrei St. Gallus/Merzhausen installierte in den Jahren 2003 – 2006 eine aus Spenden finanzierte Solaranlage mit 6 kWp auf dem Dach des Pfarrzentrums.
Von den Einnahmen dieser Solaranlage wird ein Solarprojekt in Peru unterstützt.
 

Solaranlagen – derzeit in Betrieb

  • Solaranlagen mit 58 kWp auf den Kindergärten in St. Georg
  • Solaranlagen mit 72 kWp auf den kirchlichen Gebäuden in St. Peter und Paul
  • Solaranlagen mit 39 kWp auf kirchlichen Gebäuden in St. Gallus
  • Solaranlage mit 6,5 kWp auf dem Pfarrgemeindehaus in Wittnau
Die Solaranlagen mit zusammen 175,5 kWp erwirtschaften jährlich etwa 140 000 kW Strom. Das entspricht einer Einsparung von etwa 82 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr. Einen Großteil des Stromes nutzen wir selbst.
 

Eine Stromspeicherbatterie in der Pfarrei St. Peter und Paul

Im Oktober 2016 ist ein weiterer Baustein für nachhaltiges und ökologisches Handeln hinzugekommen - eine Stromspeicherbatterie in der Pfarrei St. Peter und Paul.
Der bei schönem Wetter erzeugte Strom wird in der Stromspeicherbatterie gespeichert und dann abgerufen, wenn Bedarf ist  z.B. bei schlechtem Wetter oder in der Nacht.
So verfügen wir über eine dezentrale Stromversorgung mit ökologischem Strom und tragen bei Stromausfall zur Netzentlastung bei.

Bauliche Maßnahmen als Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung

Der Kindergarten St. Peter und Paul wurde zweimal Opfer von Brandstiftung und musste zweimal wiederaufgebaut werden. Schon der erste Neubau wurde als Passivhaus erbaut. Der Kindergarten war der erste Passivhauskindergarten der Diözese.
Dafür erhielten wir im Jahr 2010 den ersten Preis bei der Vergabe des Umweltpreises der Erzdiözese. Nach der zweiten Zerstörung wurde das Gebäude ebenfalls wieder als Passivhaus erbaut.
Der 2016 neuerbaute Kindergarten St. Gallus wurde als Niedrigenergiegebäude erstellt.

Eine Übersicht über Nachhaltigkeitsprojekte in St. Peter und Paul steht hier zum Download zur Verfügung 

 

Die Bewahrung der Schöpfung als wichtiger Grundsatz verpflichtet uns, für den regionalen und auch weltweiten Schutz der Natur einzutreten. Wir wollen in unserer Seelsorgeeinheit bei allen Vorhaben die Umwelt so wenig wie möglich belasten. Unsere Gebäude: Über gesetzliche Vorgaben hinaus wollen wir möglichst die bestverfügbare, umweltfreundlichste und fairste Technik einsetzen. Dabei sind wir stets hellhörig für neue Erkenntnisse und innovative Wege für mehr Nachhaltigkeit. Unsere Mobilität: Bei der Auswahl von Örtlichkeiten und Zeiten für Gottesdienste und kirchliche Veranstaltungen berücksichtigen wir die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Wir achten auf die Beschaffung umweltfreundlicher Fahrzeuge für unsere Seelsorgeeinheit und fördern Angebote zu Mitfahrgelegenheiten und Carsharing.
  • Unser Leuchtturmprojekt hierzu ist der Ersatz einer fossilen Wärmeerzeugung durch eine Holzheizung mit solarer Zusatzheizung. 
  • Erneuerbare Energien:  Ein Beitrag für alle Lebewesen – seit vielen Jahren bemühen sich die Pfarreien unserer Seelsorgeeinheit um die Bewahrung der Schöpfung...
  • Arbeitskreis Bewahrung der Schöpfung: Dieser Arbeitskreis der Pfarrei St. Gallus veranstaltet das ganze Jahr über unterschiedliche Aktionen in Merzhausen, z.B. die Bachputzeten und die Neophytenaktion. 
  • Vogellehrpfad Unübersehbar ist auch der „Vogellehrpfad“, dessen erstes Teilstück über den Weg oberhalb des Dorfbachs zwischen Merzhausen und Au führt. Er ist interaktiv begehbar für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, auch mit entsprechenden Beobachtungsmöglichkeiten und Aufgaben. » www.vogellehrpfad-hexental.de
 

Gott hat uns eine Welt geschenkt. Aber Wohlstand und Lebensqualität bei uns basieren auf Armut und Umweltzerstörung in anderen Teilen der Welt. 
Wir wollen in allen kirchlichen Einrichtungen und Gruppierungen unserer Seelsorgeeinheit ausschließlich fair gehandelte Produkte einkaufen. Für uns gehört dazu, für Genussmittel wie Kaffee, Tee, Kakao, Schokolade oder Süd-Früchte den angemessenen Preis zu zahlen.
  • Unser Leuchtturmprojekt hierzu ist die Initiative „nachhaltig genießen“. Verkauf von Eine-Welt-Waren: Jeden Samstag verkaufen Ehrenamtliche der Pfarrei St. Peter und Paul auf dem
    St. Georgener Bauernmarkt bei der Kirche St. Peter und Paul von 8.00 –13.00 Uhr fair gehandelte Waren. 
    Ziel
    Das Leben der an der Produktion beteiligten Menschen in den Anbauländern zu verbessern. Von den Erlösen wird die Schulbildung von drei indischen Mädchen bezahlt und die Partnergemeinde in Peru unterstützt.
 

Gott ruft uns zu einem gerechten Miteinander auf – heute in einer solidarischen Gemeinschaft und in Verantwortung für künftige Generationen. Wir wollen dauerhaft umweltgerecht und sozialverträglich wirtschaften. In allen kirchlichen Einrichtungen und Gruppierungen unserer Seelsorgeeinheit verwenden wir ausschließlich fair gehandelte, ökologische Produkte. Wir folgen einer nachhaltigen Beschaffungsphilosophie für das zentrale Pfarrbüro (z.B. Druckerzeugnisse oder Büroausstattung). Wir achten auf ökologische und faire Kriterien bei der Vergabe von Aufträgen und Dienstleistungen (z.B. Stromanbieter oder Gebäudereinigung). 
Wir sind uns einig, dass wir Speisen, Getränke und Verbrauchsmaterialien bei internen und öffentlichen Veranstaltungen und Freizeitangebote (z.B. anhand des Leitfadens „Faires Pfarrfest“) ökofair beschaffen. Wir bevorzugen umweltfreundliche und regionale Produkte, Verfahren und Dienstleistungen. Wir kaufen anders ein und fördern regionale Wertschöpfung (z.B. im Rahmen des Projektes fair.nah.logisch). Bei tierischen Produkten achten wir auf artgerechte Tierhaltung. 
 

Krieg, Hunger, Flucht, Klimawandel, Artensterben, Übernutzung der natürlichen Ressourcen oder Umweltzerstörung sind auch geistliche Themen. Denn sie fordern von uns eine neue Glaubensantwort. 
Wir wollen in unseren Gemeinden Gottesdienste und andere spirituelle Formate zum Thema Nachhaltigkeit anbieten. Arbeitshilfen hierzu sind über viele Initiativen erhältlich. Unsere Seelsorgeeinheit fördert öffentliche und öffentlichkeitswirksame Bildungsveranstaltungen zu den Themen Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit.
 
 
 

Auszeichnung für nachhaltiges Bauen
Eines unserer Umweltpreisprojekte 2024, der Kindergartenanbau am Johannesgarten in Freiburg,  wurde mit dem Innovationspreis Lehmbau BW ausgezeichnet. Der Preis wurde zum zweiten Mal vergeben und würdigt herausragende Bauten, Gebäudekonzepte und Innovationen. Wir gratulieren! Mehr Informationen über das Projekt finden Sie in der Guten Geschichte zum Johannesgarten
 
Bei der feierlichen Preisverleihung am Donnerstag, 23. Oktober 2025, im Rundofen in Zell am Harmersbach sagte die Ministerin Nicole Razavi MdL: „Lehm ist einer der ältesten Baustoffe der Welt – und zugleich einer der zukunftsfähigsten. Seine natürliche Verfügbarkeit, die positiven Auswirkungen auf das Raumklima und sein geringer Energiebedarf machen ihn zu einem wichtigen Baustein für nachhaltiges Bauen. Die ausgezeichneten Projekte zeigen uns aber auch: Es braucht Know-how sowie passende Rahmenbedingungen, um die Vorteile des Baustoffs Lehm voll auszuschöpfen. Genau diese Balance zwischen Tradition und Innovation wollen wir mit dem Innovationspreis Lehmbau BW sichtbar machen.“ 
 
Zur Erinnerung: Beim Umweltpreis 2024 der Erzdiözese Freiburg belegte der Kindergartenanbau am Johannesgarten in Freiburg bereits den 7. Platz – ein weiterer Beleg für das starke Engagement im nachhaltigen Bauen. 
 

Im Engagement zu diesen vier Handlungsfeldern verstehen wir uns als lernende Solidargemeinschaft. 
Wir machen die Inhalte aus unserem Nachhaltigkeitskonzept allen Interessierten zugänglich. Zusätzlich zur internen Kommunikation über themenbezogene Angebote nutzen wir auch solche Medien und Multiplikatoren, die über die lokalen und Kirchengrenzen wirken. 
Im Kontakt mit Gemeindegliedern, MitarbeiterInnen und BesucherInnen fördern wir das Umweltbewusstsein durch Anregungen, Informationen und geeignete Schulungsmaßnahmen. 
Wir arbeiten mit anderen Gruppen und Institutionen zusammen und sind offen für qualifizierte Beratung von außen. 
Wir werden im Dialog mit den Gemeindegliedern (Ehrenamtlichen und MitarbeiterInnen) und den Gruppierungen / Einrichtungen ein Programm / Projekt erarbeiten, Verantwortlichkeiten für seine Umsetzung festlegen, regelmäßig den erreichten Stand ermitteln und evaluieren. Den Verantwortlichen, Mitarbeitenden und interessierten Gemeindemitgliedern werden wir Beratung und Weiterbildung vermitteln. In unseren vier Handlungsfeldern wollen wir Nachhaltigkeit als Handlungsprinzip etablieren. Dabei arbeiten die Gremien unserer Seelsorgeeinheit (insb. die Gemeindeteams, der Pfarrgemeinderat und der Stiftungsrat) zusammen Hand in Hand.