Perukreis

 
Perukreis

Förderung und Ausgestaltung der Partnerschaft mit der Gemeinde San Gabriel Arcángel (Hl. Erzengel Gabriel) in Lima

Der Perukreis nimmt sich im Auftrag der Gemeinde der Förderung und Ausgestaltung der Partnerschaft mit der 
Gemeinde San Gabriel Arcángel
(Hl. Erzengel Gabriel) in Lima an.
 
Ansprechperson
Adelheid Rost
Tel. 0761/46252
 
Termin
etwa alle zwei Monate

Er pflegt den Austausch durch Mails, Briefe und Besuche hinüber und herüber, informiert die Gemeinde, bemüht sich um Spenden für die Volksküchen und für Stipendien für Kinder armer Eltern in San Gabriel, die das Schulgeld nicht aufbringen können. Er gestaltet zweimal im Jahr die Sonntagsgottesdienste.
Wer gerne im Perukreis mitarbeiten möchte – Spanischkenntnisse sind nicht Voraussetzung –, ist herzlich willkommen.
 
 
Die Bilder zeigen die Verteilung der Lebensmittel, die von den Spenden gekauft wurden.
 
 
Partnergemeinde in großer Not, Spenden erbeten
 
Was in Deutschland befürchtet wurde, ist in Peru eingetreten: Das Gesundheitssystem ist zusammengebrochen. Eine rigorose Ausgangssperre bewirkt, dass die Leute nicht zu Arbeit können und dadurch kein Einkommen haben. Sie müssen zu Hause bleiben und da sie auf engstem Raum leben und Schutzvorkehrungen nicht einhalten können, stecken sie sich gegenseitig an. In der Partnergemeinde San Gabriel sind die Schulen und das medizinische Zentrum geschlossen und es finden ebenso keine Gottesdienste statt. Die offizielle Zahl der Infizierten und Toten gibt nicht die Realität wieder. Es ist viel schlimmer. Padre Amadeo, der langjährige Pfarrer der Partnergemeinde vertritt den erkrankten Padre Luis und schickt einen dringenden Hilferuf: „Viele sind arbeitslos und haben nichts zu essen" und bittet um finanzielle Solidarität.
Der Perukreis hat bereits als Soforthilfe 5000,-€ aus Rücklagen und erhofften Spenden zugesagt.
Überweisen Sie bitte Ihre Spende auf das Konto des Perukreises bei der Volksbank, IBAN: DE 79 6809 0000 0005 1910 17 unter dem Stichwort: Corona. Spendenbescheinigungen werden ausgestellt.
 
Von Pater Amadeo erhielten wir folgenden Brief, in dem er über die Verwendung der Spendengelder berichtet:
 
Liebe Brüder und Schwestern,
im Namen der Partnerpfarrei danke ich Ihnen für die schöne Geste der Solidarität seitens der Peru-Gruppe und der Pfarrgemeinde St. Peter und Paul. Ich gebe Ihnen in diesem Brief erste Informationen über den Gebrauch der solidarischen Hilfe, die wir empfangen haben, um der Krise zu begegnen, die das Virus im Leben unserer Pfarrei hervorgerufen hat.
Als erstes hat die erhaltenen Hilfe dafür gedient, 50% der Gehälter des Personals zu bezahlen, das in den verschiedenen Einrichtungen der Pfarrei arbeitet: im Centro Médico Parroquial (medizinischen Zentrum der Pfarrei) dem Colegio Parroquial (Schule der Pfarrei), und dem Pfarrbüro. Obwohl sie nur die Hälfte des Gehalts bekamen, waren die 22 Mitarbeiter sehr dankbar für diese schöne Geste der Solidarität, weil sie es ihnen ermöglichte, in dieser Krisensituation zu überleben. Wenn Sie nicht wären, hätte das Personal nichts erhalten. Was unsere Dienstleistungen angeht: das colegio funktioniert weiterhin mit einer Form des Fernunterrichts, einer neuen Herausforderung, für die wir nicht vorbereitet waren, die wir aber mit Kreativität angehen. Das centro médico ist seit dem 15. März geschlossen. Wir evaluieren die Lage und bereiten die Wiedereröffnung vor, unter Berücksichtigung der Vorgaben für die hygienischen Sicherheitsmaßnahmen, die das Ministerium für Gesundheit herausgegeben hat. Das bedeutet, dass wir investieren werden in Ausrüstung, Schutzkleidung und Materialien, um eine sichere Versorgung zu gewährleiten.
In gleicher Weise sind wir dabei auf der Ebene der Sakramentenspendung und der Pastoral die entsprechenden Richtlinien festzulegen.
Was die Lebensmittelhilfe angeht, die in dieser Krisenzeit so wichtig ist, so haben wir eine neue Solidaritätsaktion begonnen, namens „Comedor de Nuestra Senora del Carmen“, wovon auch die Kinder des Programms „lonche gratuito“ [Gratis-Imbiss für Schüler] einen Nutzen haben. Der Comedor [Suppenküche] bietet jedem einen Mittagstisch an. an. Die Begünstigten sind Familien, die in den ärmsten Zonen der Pfarrei in extremer Armut leben. Diese haben zurzeit keinerlei Einkünfte, weil sie während der Dauer der Ausgangssperre (aislamiento social) nicht arbeiten können. Die Essensgäste kommen und holen ihr Mittagsessen ab. Die Suppenküche funktioniert im Privathaus von Frau Clotilde Jaúregui, wo das Mittagessen unter Einhaltung aller hygienischer Regeln gekocht wird. Die Kochgruppe besteht aus drei Personen: Clotilde Jaúregui, Lucero Carrasco und Tania Girau. Lucero, die Tochter von Clotilde, ist diejenige, die koordiniert, anregt und die Buchhaltung macht. Diese wertvolle Gruppe kann auf die Unterstützung von einigen Freiwilligen zählen, die sich um die Essensgäste kümmern. Der comedor ist von Montag bis Samstag offen, er begann mit 115 Gästen, zurzeit sind es 145.
Ebenso auf der Ebene der Lebensmittelversorgung hat man 100 Lebensmittelpakete für 100 Familien der ärmsten Zonen der Pfarrei zusammengestellt: 50 für den Bereich der Capilla Ntr Sra del Carmen [eine Filialkirche] und 50 für die Capilla Inmaculada Concepcion [Filialkirche]. Die Empfänger waren Familien, die in extremer Armut leben. In den nächsten Tagen haben wir vor, Lebensmittel für weitere 100 Pakete für Familien in extremer Armut vorzubereiten.
Nochmals mit vielem Dank für Ihre große Geste der Solidarität beende ich diesen Brief. Ich wünsche Ihnen, dass der Herr Sie gesund erhält, damit Sie weiterhin für eine Welt arbeiten können, die menschlicher, brüderlicher und solidarischer ist.
Ihr Bruder in Christus P. Amadeo …
(Übersetzt von Hildegard Villegas)